Stenografenverein 1925 Treysa e. V. Aus- und Fortbildungsstätte für Tastschreiben | PC-Anwendungen | Büro- und Sekretariatstechnik | Stenografie || Museum historischer Schreibmaschinen || Fachbibliothek
Aus- und Fortbildungsstätte für Tastschreiben | PC-Anwendungen | Büro- und Sekretariatstechnik | Stenografie || Museum historischer Schreibmaschinen || Fachbibliothek

Museum

Alt und in der Regel funktionsfähig sind die annähernd 200 historischen Schreib- und Rechenmaschinen, über die der Stenografenverein 1925 Treysa e. V. verfügt. Angefangen hat alles mit einer Schreibmaschine aus den 1920er Jahren und einer aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Eines der „absolut ausgefallenen Modelle“ ist die „Mignon“ von AEG. Sie fasziniert noch heute jede(n) technikbegeisterte(n) Museumsbesucher(in).

Mit seiner Sammlung verfolgt der Verein das Ziel, die Entwicklungsgeschichte der Schreibmaschine von den Anfängen im Jahr 1714 bis in die Neuzeit darzustellen. Aus Platzgründen sind zurzeit jedoch „nur“ 40 Maschinen in einer Zeitspanne von 1864 bis in die späten 1930er Jahre ausgestellt.

Unser Museum historischer Schreibmaschinen wird Anfang 2023 erweitert. Ab dem Frühjahr werden weit über 100 Schreib- und Rechenmaschinen, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Einstellung der Produktion hergestellt wurden, in der Ausstellung zu sehen sein.

Die wertvollsten Exponate unserer Sammlung sind

… ein Nachbau des Modells 1 („Wien“) von Peter Mitterhofer, einem Zimmermann aus Partschins bei Meran. Die Maschine ist aus Holz – seinem bevorzugten Werkstoff – und stammt aus dem Jahr 1864. Die Buchstaben bestehen aus vielen Nadelspitzen, die das Papier von unten perforierten. Ein Farbband verwendete er noch nicht.

Da er mit seiner ersten Maschine unzufrieden war, bezeichnete Mitterhofer sie als die „Misslungene“. Insgesamt baute er bis 1869 fünf verschiedene Modelle. Sein drittes Modell ist verschollen, die übrigen Originale befinden sich in Museen in Dresden, Meran und Wien.

… ein vergoldetes Sondermodell der Reiseschreibmaschine „Princess 300“ der Firma Keller & Knappich aus dem Jahr 1960. Wenn heute Laptop und Tablet auf Reisen gehen, begleitete damals die Sekretärin ihren Chef mit einer Reise- bzw. Portable-Schreibmaschine.

Es wird deutlich, dass nicht jede schwarze Schreibmaschine eine historische ist. So manche vermeintliche „Erfindung“ der heutigen Zeit, zum Beispiel das „@“-Symbol, gab es schon vor über hundert Jahren. So gehörte auch der „Kugelkopf“ schon 1890 zur Angebotspalette auf dem Schreibmaschinenmarkt.

Insgesamt wurden zwischen 1864 und dem Ende der 1990er Jahre rund 600 mechanische, elektrische und elektronische Schreibmaschinenmodelle in ca. 2000 Varianten gebaut.

Sie möchten unser Museum besuchen?

Das Museum historischer Schreibmaschinen ist öffentlich zugänglich. Wir haben keine festen Öffnungszeiten, bieten aber Einzel- und Gruppenführungen nach Terminvereinbarung an.

Der Eintritt ist frei. Über eine Spende freuen wir uns.